Bankwechsel beim Tagesgeld: In 4 einfachen Schritten stets den besten Zins sichern
Treue wird in der Finanzbranche fast immer hart bestraft. Wie sogenanntes „Zins-Hopping“ funktioniert und man in wenigen Minuten das Tagesgeldkonto wechselt.
Es ist eine geradezu groteske Absurdität in der täglichen Lebensrealität deutscher Bankkunden: Treue lohnt sich bei Geldanlagen heutzutage schlichtweg fast nie. Ganz gleich, ob Sie beim Handyvertrag, beim Stromanbieter oder in der Finanzwelt unterwegs sind – wer blind als Stammkunde über Jahrzehnte bei derselben Filiale bleibt, subventioniert mit seiner Loyalität zumeist unwissentlich die aggressiven Neukundenrabatte der fremden Institute auf dem direkten Konkurrenzmarkt.
Gerade beim Tagesgeld treiben Banken das Neukundengeschäft teils hemmungslos auf die Spitze: Mit hochtrabenden Marketingkampagnen, saftigen Willkommensboni und Lock-Zinsen nahe der Leitzinsgrenze der Europäischen Zentralbank umwerben ING, Consorsbank oder C24 massiv und lautstark die Spareinlagen neuer Investoren. Ist der garantierte und befristete Angebotszeitraum (zumeist kulante 3 oder 6 Monate ab dem allerersten Gehaltseingang) jedoch verstrichen, kippen die Zinsen in den eiskalten Bestandskundentarif zurück.
Aus ehemals stolzen 3,40 % Jahresrendite wird sodann urplötzlich mit einer kargen Magerrendite von knapp unter einem Prozent kläglich das Auskommen gefristet. Der Sparer verliert drastisch an Performance gegen die reelle Inflation. Die radikale und alternativlose Lösung für aufgeklärte Kapitalanleger heißt schlichtweg: Konto-Wechsel, auch als sogenanntes “Zins-Hopping” bekannt.
Wir beleuchten im Nachgang glasklar, wie unfassbar banal diese Transaktion aus Sicht eines Bankkunden heutzutage abzuwickeln ist und warum Sie absolut keine Hemmungen davor aufbauen müssen, alle paar Quartale gnadenlos zur Konkurrenz zu ziehen.
Warum das ständige Zins-Hoppen für Ihr Geld die einzig lohnenswerte Lösung ist
Ein aktueller Blick auf unser redigiertes Tagesgeld-Portal (zum aktuellen Tagesgeldvergleich) gibt Auskunft in frappierender Deutlichkeit: Das breite Spektrum der Spitzenplatzierten offeriert im Durchschnitt noch immer 3,30 % bis stattliche 3,50 %. Die klassischen Banken vor Ort dümpeln dabei oftmals bereits bei Beträgen von 0,0 % bis unterhalb von 1 % im eiskalten Tal der Tränen.
Wer 20.000 Euro an Notgroschen oder als Liquiditätsreserve vorhält, verzichtet folglich durch blankes Unterlassen innerhalb eines einzigen Jahres kaltschnäuzig auf eine mögliche Renditedifferenz von beinahe 500 Euro brutto, die er seinem bisherigen Berater am Schalter schlichtweg kampflos überlässt. Alle drei Monate den Rechner für zehn Minuten hochzufahren, das Geld per Mausklick einmal kurz und schmerzlos online zu transferieren – daraus resultiert de facto ein absurd hoher Stundenlohn!
Schritt-für-Schritt: Das 4-Phasen Modell für den reibungslosen Bankwechsel
Eines vorweg: Der Begriff Bank- oder Kontowechsel mag zunächst nach gigantischem Stress in den Aktenordnern klingen und unangenehme Flashbacks auslösen. Falsch! Wir sprechen hier glücklicherweise ausschließlich über den unkomplizierten Wechsel eines sekundären Verrechnungskontos für Tagesgeld, und eben keinesfalls über den massiv schwerfälligen Wechsel des elementaren Gehalts-Girokontos, an dem zig Daueraufträge und nervenaufreibende Lastschriftmandate, Mieten oder Handyverträge unabdingbar fixiert sind. Tagesgeldkonten haben keinen Zahlungslauf. Sie dienen ausnahmslos der reinen Verwahrung. Der Wechsel verläuft somit im Grunde federleicht:
Schritt 1: Ein neues, starkes Top-Angebot identifizieren
Der Prozess beginnt naturgemäß mit der fundierten Recherche. Analysieren Sie penibel auf Der Kapitalist im Tagesgeld-Ranking, welcher Anbieter dieser Tage die attraktivste Aktionsphase und Kondition ausweist. Prüfen Sie zudem zwingend in den beiliegenden Notizen, wie lange dieser Neukundenzins garantiert festgeschrieben wurde (meistens 3 oder gar 4 bis 6 Monate ab dem Eröffnungsdokument). Je länger, desto gemütlicher! Beachten Sie zudem die Herkunft der Bank im Zuge der gesetzlichen Einlagensicherung und die Höhe Ihres eventuellen Anlagevolumens.
Schritt 2: Anmeldung und Legitimierung durchführen
Nachdem die ideale Bank auserkoren wurde, starten Sie auf der zugehörigen Landingpage zügig den meist simpel konzipierten Kontoeröffnungsprozess der Direktbank. Die Formulare erfordern in der Regel die Eingabe simpler Personen-Stammdaten, ein abzuwickelndes PostIdent- beziehungsweise heute dominierend Video-Ident-Verfahren, gepaart mit der finalen Angabe eines Referenzkontos, Ihrem eigentlichen und ewig verbleibenden Basis-Girokonto.
Für das schnelle, onlinegeführte Video-Ident genügen mittlerweile das gewöhnliche Smartphone respektive die dortige Kamera sowie Ihr heimischer Personalausweis (oder im Idealfall gar die revolutionäre E-ID-Funktion direkt über NFC auf dem brandaktuellen Personalausweischip). In der absoluten und überwältigenden Praxis dauert dieser finale Prozess in der heutigen Welt kaum mehr zwanzig Minuten, oftmals erstreckt er sich auch problemlos tief in das heimische Wochenende am Sonntag hinein. Der Brief der Bank zur Freischaltung des Accounts folgt in wenigen Werktagen – bei den absoluten Spitzen-Neobanken geht es oftmals gar in Sekundenbruchteilen noch am selben Kalendertag!
Schritt 3: Kapitaltransfer und steuerrechtliche Anpassung
Sobald der finale digitale Zugang zum nagelneuen Tagesgeldkonto lückenlos zur Nutzung bereitsteht, ist das Kapital via gewöhnlicher, kostenfreier SEPA-Überweisung (im Idealfall per superschneller SCT-Inst beziehungsweise Echtzeit-Überweisung) von der historisch bisher genutzten und veralteten „Alt-Bank“ eiskalt und direkt auf das frisch eingerichtete Bankverbindungskonto zu transferieren. Ist hierbei in der Systematik der Alt-Bank kein abweichender Überweisungstransfer gestattet, wird schlicht der Weg über das stete Zwischen-Element, dem angestammten Basis-Girokonto, genommen.
Denken Sie nun unentbehrlich und vehement an den vorangegangenen Freistellungsauftrag! Die Zinsgewinne Ihres Kapitals möchten vor dem Finanzamt steuerfrei gesichert sein. Erfassen Sie im neuen Online-Portal des Bankhauses den gewünschten Freistellungsbetrag (Single: gesamt max. 1.000 Euro im Jahr) und widerrufen beziehungsweise revidieren Sie zwingend analog dazu im Portal der Alt-Bank den historisch überholten Wert auf nahezu null. Ansonsten begehen Sie strafrechtliche Grauzonen!
Schritt 4: Die Verwahrlosung beenden – Altes Konto umgehend liquidieren?
Kleine, jedoch entscheidende Gretchenfrage am Schluss des Tages: Das mittlerweile leere und völlig renditelose Alt-Konto unwiderruflich kündigen oder vorerst inaktiv bestehen lassen? Dies ist schlicht oft eine heikle Frage des persönlichen Glaubens. Viele Finanzenthusiasten liquidieren konsequent aus dem Portfolio herauslaufende Verträge penibel, um keinen endlosen Wust ungenutzter Schufa-Todeszonen oder vergessener Online-Portale brachliegen zu haben.
Ein entscheidender Tipp der Vollblut-Hopper: Nach Ablauf von exakt 6 bis 12 Monaten, oftmals sogar bis hin zu 36 Monaten (dies variiert fundamental je spezieller Bank in den dortigen AGBs!), sind Sie bei einer rigoros gekündigten Bank formal betrachtet als Privatkunde final wieder komplett im System gelöscht und sodann bei einem späteren Zyklus glücklich erneut als begehrter „Neukunde“ eingestuft! Das Konto schlichtweg ohne Umsätze verrotten zu lassen, disqualifiziert Sie dagegen in ewiger Verdammnis für jegliche kommenden Willkommensboni in jenem speziellen Finanzinstitut. Kündigen heißt zumeist der klügste finale Rat, wenn die Bindung beendet erscheint!
Daniel
Daniel liebt das Kleingedruckte. Während andere nur auf den Bonus schauen, analysiert er Preis-Leistungs-Verzeichnisse auf versteckte Kosten. Sein Ziel: Girokonten zu finden, die nicht nur auf dem Papier kostenlos sind, sondern auch im Alltag keine Gebührenfallen verstecken.
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